Was die Unterstützung umfasst
Nutzung und Objekt beschreiben
Mietfläche, Nebenflächen, Stellplätze und gemeinschaftliche Anlagen müssen eindeutig zugeordnet sein. Wir prüfen, ob der vertragliche Nutzungszweck zum geplanten Betrieb passt. Behördliche Genehmigungen, bauliche Eignung und technische Untersuchungen werden als gesonderte Fachfragen kenntlich gemacht.
Bindung und laufende Kosten prüfen
Festlaufzeit, Verlängerungsoptionen, Kündigung und Mietanpassung werden im Zusammenhang gelesen. Bei Nebenkosten interessieren Umlageumfang, Verteilungsmaßstab und Abrechnung. Vertragsanlagen können zusätzliche Kosten verlagern, die im bloßen Mietpreisvergleich nicht auffallen.
Investitionen und Rückgabe absichern
Ausbauzustimmung, Eigentum an Einbauten, Instandhaltung und Rückbau werden konkret betrachtet. Wir markieren offene Zuständigkeiten und mögliche Änderungsvorschläge. Eine rechtliche Vertragsprüfung ersetzt weder eine Wirtschaftlichkeitsberechnung noch eine technische Abnahme oder eine verbindliche Aussage der Baubehörde.
Typische Situationen
Sie eröffnen ein Ladengeschäft
Verkaufsnutzung, Werbeanlagen, Öffnungszeiten und Zugänge werden mit dem Vertragszweck abgeglichen. Eine Zusage zur Kundenzahl oder zur Genehmigungsfähigkeit wird daraus nicht abgeleitet. Notwendige behördliche Klärungen sollten vor größeren Investitionen organisiert werden.
Der Vermieter legt viele Anlagen vor
Hausordnung, Baubeschreibung und Kostenkatalog können entscheidende Pflichten enthalten. Wir prüfen Rangfolge und Widersprüche zwischen den Dokumenten. Eine mündliche Nebenabsprache sollte in einer abgestimmten Vertragsfassung nachvollziehbar dokumentiert werden.
Sie möchten vorzeitig aus dem Vertrag
Laufzeit, Kündigungsrechte und mögliche Nachmieterlösungen werden untersucht. Dass das Geschäft schlechter läuft als erwartet, beendet eine feste Bindung nicht automatisch. Ein Aufhebungsvertrag und seine finanziellen Folgen können gesondert verhandelt werden.
Worauf es fachlich ankommt
Gewerberaum hat eigene Formregeln
§ 578 BGB enthält Besonderheiten für die Miete anderer Räume als Wohnraum. Bei langfristigen Gewerberaumverträgen ist die dort geregelte Textform zu beachten. Alte Aussagen, die ausnahmslos handschriftliche Unterschriften verlangen, sollten nicht ungeprüft übernommen werden.
Amtliche Grundlage: § 578 BGB ↗Mietpflichten werden vertraglich konkretisiert
§ 535 BGB ist eine Grundlage der gegenseitigen Mietpflichten. Gewerberaumverträge verlangen eine gesonderte Prüfung des vereinbarten Umfangs. Wohnraumschutz, Reparaturklauseln und Kündigungsregeln lassen sich nicht pauschal auf ein Geschäftslokal übertragen.
Amtliche Grundlage: § 535 BGB ↗Redaktioneller Quellenstand: 02.10.2026. Die Grundlagen ersetzen keine Prüfung Ihrer konkreten Situation.
So gehen wir vor
- 01
Objekt und Entscheidungstermin erfassen
Nennen Sie Branche, Raumtyp, Laufzeit und den Stand der Verhandlungen.
- 02
Prüfumfang vereinbaren
Entwurf, Nachträge, Redline und Verhandlung werden getrennt beschrieben und bepreist.
- 03
Risiken priorisieren
Die Bewertung erklärt kritische Pflichten und gibt konkrete Punkte für die nächste Verhandlungsrunde.
- 04
Abschlussfassung kontrollieren
Änderungen und Anlagen werden im vereinbarten Umfang erneut abgeglichen, bevor Sie sich endgültig binden.
Diese Unterlagen helfen beim Einstieg
- Vertragsentwurf mit sämtlichen Anlagen und Plänen
- Beschreibung des Betriebs und der geplanten Nutzung
- Miet- und Nebenkostenangebot sowie Sicherheiten
- Ausbauplanung und bereits erteilte Zustimmungen
- Vorhandener Vertrag, Nachträge und wichtige Nachrichten
Beginnen Sie mit einer kurzen Beschreibung. Senden Sie im Erstkontakt keine Passwörter, vollständigen Akten oder ungeschützten sensiblen Dokumente. Den passenden Übertragungsweg stimmen wir anschließend ab.
Leistungsumfang und Honorar
Für den Aufwand zählen Vertragsanlagen, Investitionsvolumen, Laufzeit und Verhandlungsstand stärker als allein die Seitenzahl. Eine kommentierte Änderungsfassung oder weitere Verhandlungsrunde kann ausdrücklich beauftragt werden. Genehmigungsverfahren, Bauplanung und steuerliche Bewertung einer Mietgestaltung sind zusätzliche Leistungen. Leistungsumfang, Honorar und befugter Leistungserbringer werden vor Beginn transparent festgelegt.
Juristische und steuerberatende Tätigkeiten setzen entsprechend befugte Fachleute voraus. Vor der Beauftragung werden Zuständigkeit und Leistungserbringer benannt. Die erste Anfrage ist noch keine Mandatsübernahme.
Wie wir Leistungen und Vergütung abstimmenHäufige Fragen
Habe ich denselben Schutz wie bei einer Wohnung?
Gewerberaummiete ist gesondert zu bewerten. Vorschriften und Vertragsmöglichkeiten unterscheiden sich. Eine Wohnraummietvorlage ist deshalb keine ausreichende Grundlage für Ihr Geschäftslokal.
Ist eine feste Laufzeit unproblematisch?
Sie kann Planungssicherheit geben, aber auch eine lange Kostenbindung schaffen. Prüfen Sie Optionen, Anpassungen und Ausstiegsmöglichkeiten zusammen mit Ihrem tatsächlichen Geschäftsmodell.
Reicht die Zustimmung zur Ladennutzung?
Die vertragliche Erlaubnis ersetzt nicht alle behördlichen Genehmigungen oder technischen Voraussetzungen. Zuständigkeit und Risiko einer erforderlichen Genehmigung sollten im Vertrag ausdrücklich geklärt werden.
Kann eine E-Mail für die Form wichtig sein?
Bei Gewerberaummiete ist die aktuelle Textformregel relevant. Ob die erforderlichen Vertragsinhalte ausreichend dokumentiert sind, wird anhand aller Erklärungen und Anlagen geprüft.
Muss ich sämtliche Einbauten entfernen?
Das hängt von Vertrag, Zustimmung und späteren Vereinbarungen ab. Dokumentieren Sie vor dem Ausbau, welche Maßnahmen erlaubt sind und wer bei Vertragsende die Kosten trägt.
Prüfen Sie auch einen laufenden Mietvertrag?
Ja, ein konkreter Konflikt oder ein Nachtrag kann als eigener Auftrag geprüft werden. Nennen Sie bestehende Fristen, verlangte Änderungen und bereits abgegebene Zusagen.