Was die Unterstützung umfasst
Zeitpunkte belastbar erfassen
Wir nehmen Zugang, Schwangerschaftsnachweis und bisherigen Schriftwechsel auf. Entscheidend kann sein, ob die Schwangerschaft beim Kündigungszugang bestand. Ärztliche Angaben und Zeitpunkt Ihrer eigenen Kenntnis werden dabei nachvollziehbar auseinandergehalten.
Kenntnis und Mitteilung prüfen
War der Arbeitgeber noch nicht informiert, werden Weg und Nachweis einer Mitteilung betrachtet. Eine behauptete verspätete Kenntnis führt nicht automatisch zum gleichen Ergebnis in jedem Fall. Weitere Voraussetzungen und eine unverzügliche Nachholung müssen konkret eingeordnet werden.
Verfahrenswege koordinieren
Besonderer Schutz, allgemeine Kündigungsfragen und behördliche Ausnahmen werden verbunden. Ein Beschäftigungsverbot, Mutterschaftsleistungen oder ein späterer Elternzeitwunsch sind eigene Themen. Gerichtliche Vertretung und Behördenverfahren werden nur im vereinbarten Umfang übernommen.
Typische Situationen
Die Schwangerschaft wurde erst nach Kündigungszugang festgestellt
Wir benötigen ärztlichen Nachweis und den zeitlichen Verlauf. Die Mitteilung darf nicht unnötig aufgeschoben werden. Ihre Gründe für eine verspätete Kenntnis werden dokumentiert.
Der Arbeitgeber beruft sich auf die Probezeit
Allgemeiner Kündigungsschutz und Mutterschutz sind unterschiedliche Grundlagen. Eine kurze Beschäftigungsdauer beantwortet daher nicht allein die Schutzfrage. Vertrag und Kündigung werden gemeinsam gelesen.
Im Schreiben wird eine Ausnahmegenehmigung genannt
Der Bescheid und seine Bekanntgabe sind vorzulegen. Ob er tatsächlich diese Kündigung betrifft, wird geprüft. Ein Vorgehen gegen ihn kann neben arbeitsgerichtlichen Schritten nötig sein.
Worauf es fachlich ankommt
Schwangerschaft und Mitteilung berücksichtigen
§ 17 MuSchG regelt Kündigungsverbote, Arbeitgeberkenntnis, nachträgliche Mitteilung und behördliche Ausnahmen. Die Voraussetzungen sind konkret nachzuweisen.
Amtliche Grundlage: § 17 MuSchG ↗Arbeitsgerichtliche Reaktion vorbereiten
§ 4 KSchG ist für die Klagefrist wichtig. Besonderer Schutz und Behördenentscheidung machen eine sofortige Fristprüfung erforderlich.
Amtliche Grundlage: § 4 KSchG ↗Redaktioneller Quellenstand: 03.10.2026. Die Grundlagen ersetzen keine Prüfung Ihrer konkreten Situation.
So gehen wir vor
- 01
Daten mitteilen
Nennen Sie Zugang und Zeitpunkt der Schwangerschaftskenntnis.
- 02
Umfang bestätigen
Prüfung, Mitteilung und Vertretung werden abgegrenzt.
- 03
Nachweise prüfen
Arbeitgeberkenntnis und Schutz werden chronologisch eingeordnet.
- 04
Reaktion vereinbaren
Weitere Schritte erfolgen mit geklärter Verantwortung.
Diese Unterlagen helfen beim Einstieg
- Kündigung und Zugangsnachweis
- Ärztlicher Schwangerschaftsnachweis
- Mitteilungen an den Arbeitgeber
- Arbeitsvertrag und Beschäftigungsbeginn
- Behördliche Entscheidung und Bekanntgabe
Beginnen Sie mit einer kurzen Beschreibung. Senden Sie im Erstkontakt keine Passwörter, vollständigen Akten oder ungeschützten sensiblen Dokumente. Den passenden Übertragungsweg stimmen wir anschließend ab.
Leistungsumfang und Honorar
Das Honorar richtet sich nach Prüfungstiefe, Nachweislage und erforderlichen weiteren Schritten. Ein Behördenverfahren oder Prozess ist nicht automatisch eingeschlossen. Vor Beginn werden befugte Zuständigkeit, Umfang und Vergütung benannt. Gesundheitliche Beratung erfolgt durch die medizinisch zuständigen Personen.
Juristische und steuerberatende Tätigkeiten setzen entsprechend befugte Fachleute voraus. Vor der Beauftragung werden Zuständigkeit und Leistungserbringer benannt. Die erste Anfrage ist noch keine Mandatsübernahme.
Wie wir Leistungen und Vergütung abstimmenHäufige Fragen
Gilt Mutterschutz auch in der Probezeit?
Besonderer Schutz ist gesondert vom allgemeinen Kündigungsschutz zu prüfen. Die Bezeichnung Probezeit beantwortet die Frage nicht allein.
Was mache ich bei später Kenntnis der Schwangerschaft?
Dokumentieren Sie Kenntnis und Nachweis und lassen Sie die Mitteilung sofort einordnen. Eine verspätete Kenntnis ist kein Grund, weitere Zeit verstreichen zu lassen.
Reicht eine mündliche Information?
Inhalt und Nachweis müssen im Einzelfall betrachtet werden. Ein nachvollziehbarer Mitteilungsweg verhindert Streit über die Arbeitgeberkenntnis.
Ist jede Kündigung automatisch unwirksam?
Schutzvoraussetzungen und mögliche behördliche Ausnahmen werden geprüft. Eine pauschale Aussage ohne Zeitablauf und Unterlagen wäre unzuverlässig.
Verlängert die Schwangerschaft einen befristeten Vertrag?
Das Vertragsende durch Befristung ist von einer Kündigung zu unterscheiden. Eine Verlängerung darf nicht allein aus dem Kündigungsverbot abgeleitet werden.
Beinhaltet die Prüfung Mutterschaftsgeld?
Nur bei gesonderter Vereinbarung. Kündigungsreaktion, Beschäftigung und Leistungsansprüche haben unterschiedliche Grundlagen und Zuständigkeiten.