Was die Unterstützung umfasst
Gläubiger und Hauptforderung erfassen
Vertrag, Rechnung und Forderungsinhaber werden geprüft. Inkassostelle und ursprünglicher Vertragspartner sind zu unterscheiden. Eine behauptete Abtretung und doppelte Aktenzeichen werden nachvollziehbar aufgenommen.
Nebenpositionen und Zahlung abgleichen
Fälligkeit, Mahnungen, Zinszeitraum und bereits geleistete Beträge werden geordnet. Gebührenbezeichnung allein bestätigt nicht ihre Erstattungsfähigkeit. Unklare Posten erhalten konkrete Rückfragen und fachliche Bewertung.
Antwort und Verfahren abgrenzen
Einwendungen, Auskunft und mögliche Einigung können vereinbart werden. Mahnbescheid oder Vollstreckungsbescheid benötigen eigene Schritte. Ratenplan und Anerkenntnis werden vor Annahme gelesen; die Kostenprüfung übernimmt nicht automatisch ein Gerichtsverfahren.
Typische Situationen
Die Rechnung wurde vor dem Brief bezahlt
Empfänger, Tag und Betrag werden abgeglichen. Eine verspätete Zahlung und eine vorherige Erfüllung sind unterschiedliche Abläufe. Der verbleibende Kostenanspruch wird gesondert geprüft.
Mehrere Stellen verlangen Gebühren
Wir ordnen Vorgänge und Kostenpositionen zum selben Anspruch. Doppelte Bezeichnungen sind nicht ohne Prüfung mehrere selbstständige Forderungen. Vorhandene Schreiben werden vollständig zusammengetragen.
Ein Ratenplan enthält zusätzliche Kosten
Gesamtbetrag und Anerkenntnis werden konkret gelesen. Ein Zahlungsziel sollte nicht unbemerkt die gesamte strittige Forderung bestätigen. Verhandlung und eigener Vergleichsentwurf können zusätzlich vereinbart werden.
Worauf es fachlich ankommt
Verzug ist eine eigene Voraussetzung
§ 286 BGB regelt den Schuldnerverzug. Fälligkeit, Mahnung und gesetzliche Besonderheiten werden anhand des tatsächlichen Verlaufs geprüft.
Amtliche Grundlage: § 286 BGB ↗Zinsen und weitere Kosten trennen
§ 288 BGB betrifft Verzugszinsen und weitere Fragen. Die konkrete Nebenforderung muss passend zu Anspruch und Beteiligten eingeordnet werden.
Amtliche Grundlage: § 288 BGB ↗Redaktioneller Quellenstand: 03.10.2026. Die Grundlagen ersetzen keine Prüfung Ihrer konkreten Situation.
So gehen wir vor
- 01
Forderung und Dokument nennen
Teilen Sie Betrag, Gläubiger und aktuellen Verfahrensstand mit.
- 02
Prüfung vereinbaren
Hauptanspruch, Kosten und Kommunikation werden abgegrenzt.
- 03
Posten und Verlauf bewerten
Sie erhalten eine konkrete Liste strittiger Positionen.
- 04
Reaktion abstimmen
Antwort oder weitere Vertretung erfolgt nur nach bestätigtem Auftrag.
Diese Unterlagen helfen beim Einstieg
- Vertrag und ursprüngliche Rechnung
- Sämtliche Mahn- und Inkassoschreiben
- Forderungsaufstellung
- Zahlungsbelege
- Gerichtsschreiben und vorgeschlagener Ratenplan
Beginnen Sie mit einer kurzen Beschreibung. Senden Sie im Erstkontakt keine Passwörter, vollständigen Akten oder ungeschützten sensiblen Dokumente. Den passenden Übertragungsweg stimmen wir anschließend ab.
Leistungsumfang und Honorar
Forderungshöhe, Anzahl der Schreiben und unklare Zahlungsverläufe bestimmen den Aufwand. Bei kleinen Beträgen werden Kosten und Nutzen gemeinsam betrachtet. Gerichtliche Rechtsbehelfe und Prozessvertretung sind nicht automatisch enthalten. Befugte Zuständigkeit und Honorar werden vor Beginn benannt; eine vollständige Kostenstreichung wird nicht zugesagt.
Juristische und steuerberatende Tätigkeiten setzen entsprechend befugte Fachleute voraus. Vor der Beauftragung werden Zuständigkeit und Leistungserbringer benannt. Die erste Anfrage ist noch keine Mandatsübernahme.
Wie wir Leistungen und Vergütung abstimmenHäufige Fragen
Ist jede Inkassogebühr zulässig?
Anspruchsgrundlage, Verzug und konkrete Position müssen geprüft werden. Die Überschrift Gebühr allein bestätigt weder Berechtigung noch Höhe des verlangten Betrags.
Kann ich nur die Nebenbeträge bestreiten?
Hauptforderung und Zusatzpositionen werden getrennt bewertet. Die konkrete Antwort sollte deutlich zeigen, was anerkannt, erfüllt oder bestritten wird.
Macht ein falscher Kostenposten alles unwirksam?
Das folgt nicht automatisch. Der Hauptanspruch und einzelne Nebenforderungen brauchen jeweils eigene Einordnung anhand der Unterlagen.
Ist der Brief schon ein Gerichtsverfahren?
Private Inkassopost und gerichtliche Dokumente werden zuerst unterschieden. Legen Sie vollständige Schreiben und Zustellnachweise vor, besonders bei einem Mahnbescheid.
Soll ich den Ratenplan unterschreiben?
Prüfen Sie Gesamtbetrag, Zusatzkosten und Anerkenntnis vorher. Ein Ratenplan kann mehr regeln als die bloße Aufteilung einer Zahlung.
Welche Zahlungsbelege helfen?
Empfänger, Datum, Betrag und Verwendungszweck sollten nachvollziehbar sein. Eine Kontobewegung ohne Zuordnung beantwortet nicht automatisch jede Restforderungsfrage.